
Zahlen gelten als unbestechlich. Und wer gut mit Zahlen argumentiert, vermittelt Kompetenz und Sicherheit. Um in der Öffentlichkeit zu überzeugen, müssen Politiker in Debatten, Talk Shows, bei Reden und Vorträgen stets ein gewisses Repertoire an aktuellen Zahlen parat haben. Dabei hat es oft den Anschein, als suche man sich das passende Zahlenwerk für den jeweiligen politischen Standpunkt. Wie wird mit Zahlen Politik gemacht, welche Macht haben sie, wenn es darum geht, politische Botschaften zu vermitteln, Meinungen zu beeinflussen?






Der Renteneintritt der Jahrgänge 1957 bis 1969 wird eine große Lücke hinterlassen. Wie reagiert die Politik auf die Abwanderung der Babyboomer aus dem Arbeitsmarkt? Was erwartet die künftigen Rentner? Die Babyboomer haben die Bundesrepublik geprägt wie kaum eine andere Generation. Sie haben die Demokratie stabil gehalten und sind historisch nie rückfällig geworden. Aber sie lebten auch gut und verbrauchten viele Ressourcen. Nun müssen sie erkennen, dass die nächstGeneration mit dem Erbe hadert. 
Der Bundestag lebt von leidenschaftlichen Debatten, die in der Ära Merkel fehlten. In der Bonner Republik waren Strauß und Wehner berüchtigt für ihren Furor. Berühmt wurde die Grüne Waltraud Schoppe, die offen über Sexismus und eine „fahrlässige“ Penetration im Ehebett sprach. Heute sorgt Robert Habeck mit seinem abwägenden Für und Wider für einen nachdenklichen Ton in der politischen Auseinandersetzung. Gregor Gysi hingegen spricht mit Selbstironie und Intelligenz direkt ins limbische System. „Das ist ein Anschlag auf die Demokratie – Debattenkultur im Bundestag“