Kategorie: Radio

Die Macht der Zahlen in der Politik

Zahlen gelten als unbestechlich. Und wer gut mit Zahlen argumentiert, vermittelt Kompetenz und Sicherheit. Um in der Öffentlichkeit zu überzeugen, müssen Politiker in Debatten, Talk Shows, bei Reden und Vorträgen stets ein gewisses Repertoire an aktuellen Zahlen parat haben. Dabei hat es oft den Anschein, als suche man sich das passende Zahlenwerk für den jeweiligen politischen Standpunkt. Wie wird mit Zahlen Politik gemacht, welche Macht haben sie, wenn es darum geht, politische Botschaften zu vermitteln, Meinungen zu beeinflussen?

Zu viel für einen Song

Auffällig viele Musikerinnen und Musiker veröffentlichen derzeit nicht nur Songs und Tracks, sondern auch Bücher und Romane – Geschichten, die im Songformat keinen Platz gefunden hätten. Ein Gefühl für einen Erzählrhythmus und einen Sprachsound verbinden die Bücher von Sophie Hunger, Charlotte Brandi, Kurt Prödel und Andrej Murašov. „Wenn die Welt nicht in ein Lied passt – Romane von Musikerinnen und Musikern“ Feature im Deutschlandfunk Kultur

Stunde Null

Als „Stunde Null“wurde das Kriegsende und der Neubeginn 1945 bezeichnet. Bekanntermaßen ein Mythos, denn es gab natürlich Kontinuitäten. Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung Deutschlands von der Nazidiktatur beschäftigte ich mich mit der Situation in der unmittelbaren Nachkriegszeit, sprach mit Zeitzeugen, Historikern und Autoren wie Volker Heise, Oliver Hilmes und Katja Heuer und stöberte in den Archiven. Die fünfteilige Reihe lief im Deutschlandfunk Kultur.
Folge 1 „Zerstörung und Wiederaufbau“
Folge 2 „Vertriebene“
Folge 3 „Holocaust-Überlebende“
Folge 4 „Reeducation und Demokratieaufbau“
Folge 5 „Strafverfolgung von NS-Verbrechen“

Des Volkes Stimme

Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet Volksinitiativen und Bürgerräte als Instrumente zur demokratischen Meinungsfindung. Aber welche Konsequenzen haben beispielsweise die Empfehlungen des ersten vom Bundestag beauftragten Bürgerrates „Ernährung im Wandel“? Werden sie tatsächlich ernst genommen und in politische Vorhaben integriert? Forderungen nach mehr Mitspracherecht werden immer lauter. Möglicherweise sind Bürgerräte und Volksinitiativen gar ein Mittel, der gegenwärtigen Demokratiemüdigkeit entgegen zu wirken.  Feature im Deutschlandfunk Kultur

Trilogie des gegenwärtigen Scheiterns

Für Christoph Peters‘ Roman „Der Sandkasten“ gibt es ein großes Vorbild: „Das Treibhaus“ von Wolfgang Koeppen. Christoph Peters hat den Koeppen-Roman von 1953 als Folie benutzt, um einen Roman über die Zustände im politischen Berlin während der Corona-Pandemie zu schreiben. „Krähen im Park“, dem Folgeroman von Christoph Peters, diente „Tauben im Gras“ von Wolfgang Koeppen als Vorbild. Und „Innerstädtischer Tod“, der neueste Peters-Roman, ist von Koeppens „Der Tod in Rom“ inspiriert worden. So schrieb Christoph Peters, angeregt von Wolfgang Koeppens „Trilogie des Scheiterns“  aus den Anfangsjahren der Bundesrepublik seine „Trilogie des gegenwärtigen Scheiterns“ über das heutige Berlin. Feature im Deutschlandfunk Kultur

Robert Walsers Liebe zum Schnee

Karl Walser „Schnee“, Quelle: Neues Museum Biel

Der Schweizer Schriftsteller Robert Walser liebte offenbar den Winter, den Schnee, die stille, weiße Weite. Zumindest legen das seine Texte nahe. Doch die zugedeckte Winterwelt ist bei Walser wie in Franz Schuberts „Winterreise“ keine ungebrochene weiße Idylle. Robert Walsers Schneetexte erzählen von Ängsten, Sehnsüchten, vom Vergessen und vom Tod. Beitrag für SWR 2:

Text auf Tastendruck

Quelle: Pixabay

DeepL, Google Translate und ChatGPT machen es möglich, Texte sekundenschnell zu übersetzen. Aber kann Künstliche Intelligenz in naher Zukunft auch literarische Werke in andere Sprachen übertragen? Wird der Beruf von Übersetzern künftig überflüssig? Oder kann die KI vielmehr als nützliches Hilfsmittel eingesetzt werden, um ihre Arbeit zu erleichtern? Und wie reagieren die Verlage auf die derzeitige Entwicklung? „Literarisches Übersetzen im Zeitalter der KI“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Bye, bye, Boomer!

Der Renteneintritt der Jahrgänge 1957 bis 1969 wird eine große Lücke hinterlassen. Wie reagiert die Politik auf die Abwanderung der Babyboomer aus dem Arbeitsmarkt? Was erwartet die künftigen Rentner? Die Babyboomer haben die Bundesrepublik geprägt wie kaum eine andere Generation. Sie haben die Demokratie stabil gehalten und sind historisch nie rückfällig geworden. Aber sie lebten auch gut und verbrauchten viele Ressourcen. Nun müssen sie erkennen, dass die nächstGeneration mit dem Erbe hadert. „Eine Generation geht in Rente“ – Feature im Deutschlandradio Kultur

Politische Literatur in Krisenzeiten

Quelle: Pixabay

Anschläge, Verschwörungstheorien, Politiker, die als handlungsarm und elitär empfunden werden – wie positionieren sich Autorinnen und Autoren in Zeiten, in denen demokratische Regeln offen infrage gestellt werden? Wird die Literatur wieder politischer? In ihren Romanen und Theaterstücken zeigen Christoph Peters, Johannes Groschupf, Juli Zeh und Simon Urban sowie  Annalena und Konstantin Küspert,  wie der Druck auf demokratische Instanzen wächst und eine Gesellschaft immer mehr die Balance verliert. „Über Brandstifter, Außenseiter und Eliten“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Debattenkultur

 

Der Bundestag lebt von leidenschaftlichen Debatten, die in der Ära Merkel fehlten. In der Bonner Republik waren Strauß und Wehner berüchtigt für ihren Furor. Berühmt wurde die Grüne Waltraud Schoppe, die offen über Sexismus und eine „fahrlässige“ Penetration im Ehebett sprach. Heute sorgt Robert Habeck mit seinem abwägenden Für und Wider für einen nachdenklichen Ton in der politischen Auseinandersetzung. Gregor Gysi hingegen spricht mit Selbstironie und Intelligenz direkt ins limbische System. „Das ist ein Anschlag auf die Demokratie – Debattenkultur im Bundestag“ Feature im Deutschlandfunk Kultur