Kategorie: Aktuell

Die Macht der Zahlen in der Politik

Zahlen gelten als unbestechlich. Und wer gut mit Zahlen argumentiert, vermittelt Kompetenz und Sicherheit. Um in der Öffentlichkeit zu überzeugen, müssen Politiker in Debatten, Talk Shows, bei Reden und Vorträgen stets ein gewisses Repertoire an aktuellen Zahlen parat haben. Dabei hat es oft den Anschein, als suche man sich das passende Zahlenwerk für den jeweiligen politischen Standpunkt. Wie wird mit Zahlen Politik gemacht, welche Macht haben sie, wenn es darum geht, politische Botschaften zu vermitteln, Meinungen zu beeinflussen?

Ostdeutsche Männer

Foto: Ralf Lotys (Sicherlich)

Mehr als 35 Jahre nach dem Mauerfall ist das deutsch-deutsche Verhältnis noch immer von Stereotypen und Klischees geprägt. Eines davon ist der Ostmann – abgehängt und unflexibel, mit großer Vorliebe für schwarzrotgoldene Anglerhüte und einem deutlichen Hang zum AfD-Wählen. Wie ist es zu diesen Zuschreibungen gekommen und welche Auswirkungen haben sie auf die Betroffenen? „Der Ostmann – Annäherung an ein Klischee“ Feature im Deutschlandfunk Kultur

 

Zu viel für einen Song

Auffällig viele Musikerinnen und Musiker veröffentlichen derzeit nicht nur Songs und Tracks, sondern auch Bücher und Romane – Geschichten, die im Songformat keinen Platz gefunden hätten. Ein Gefühl für einen Erzählrhythmus und einen Sprachsound verbinden die Bücher von Sophie Hunger, Charlotte Brandi, Kurt Prödel und Andrej Murašov. „Wenn die Welt nicht in ein Lied passt – Romane von Musikerinnen und Musikern“ Feature im Deutschlandfunk Kultur

Stunde Null

Als „Stunde Null“wurde das Kriegsende und der Neubeginn 1945 bezeichnet. Bekanntermaßen ein Mythos, denn es gab natürlich Kontinuitäten. Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung Deutschlands von der Nazidiktatur beschäftigte ich mich mit der Situation in der unmittelbaren Nachkriegszeit, sprach mit Zeitzeugen, Historikern und Autoren wie Volker Heise, Oliver Hilmes und Katja Heuer und stöberte in den Archiven. Die fünfteilige Reihe lief im Deutschlandfunk Kultur.
Folge 1 „Zerstörung und Wiederaufbau“
Folge 2 „Vertriebene“
Folge 3 „Holocaust-Überlebende“
Folge 4 „Reeducation und Demokratieaufbau“
Folge 5 „Strafverfolgung von NS-Verbrechen“

Wir Schlaflosen

Immer mehr Menschen leiden an und unter Schlafmangel, Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen. In meinem Essay betrachte ich Schlaflosigkeit als Symptom einer Gesellschaft, die sich keine Ruhe gönnt, Grundbedürfnisse ignoriert, natürliche Rhythmen außer Kraft setzt, keine Zeit zum Regenerieren und Träumen mehr findet und dadurch immer mehr ins Taumeln gerät. Digitalisierung und Homeoffice haben den Tag-und-Nacht-Rhythmus endgültig außer Kraft gesetzt. Gereiztheit, Nervosität und Erregbarkeit sind Symptome eines individuellen Schlafmangels, aber auch eines Zustands, in dem sich unsere stets und ständig unter Druck stehende Übermüdungsgesellschaft befindet. „Wir Schlaflosen. Kritik der Übermüdungsgesellschaft“ – soeben erschienen im Carl-Auer-Verlag

Des Volkes Stimme

Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet Volksinitiativen und Bürgerräte als Instrumente zur demokratischen Meinungsfindung. Aber welche Konsequenzen haben beispielsweise die Empfehlungen des ersten vom Bundestag beauftragten Bürgerrates „Ernährung im Wandel“? Werden sie tatsächlich ernst genommen und in politische Vorhaben integriert? Forderungen nach mehr Mitspracherecht werden immer lauter. Möglicherweise sind Bürgerräte und Volksinitiativen gar ein Mittel, der gegenwärtigen Demokratiemüdigkeit entgegen zu wirken.  Feature im Deutschlandfunk Kultur

Trilogie des gegenwärtigen Scheiterns

Für Christoph Peters‘ Roman „Der Sandkasten“ gibt es ein großes Vorbild: „Das Treibhaus“ von Wolfgang Koeppen. Christoph Peters hat den Koeppen-Roman von 1953 als Folie benutzt, um einen Roman über die Zustände im politischen Berlin während der Corona-Pandemie zu schreiben. „Krähen im Park“, dem Folgeroman von Christoph Peters, diente „Tauben im Gras“ von Wolfgang Koeppen als Vorbild. Und „Innerstädtischer Tod“, der neueste Peters-Roman, ist von Koeppens „Der Tod in Rom“ inspiriert worden. So schrieb Christoph Peters, angeregt von Wolfgang Koeppens „Trilogie des Scheiterns“  aus den Anfangsjahren der Bundesrepublik seine „Trilogie des gegenwärtigen Scheiterns“ über das heutige Berlin. Feature im Deutschlandfunk Kultur

Das Non-Binäre in der Literatur

2022 erhielt Kim de l’Horizon den Deutschen Buchpreis für den Roman „Blutbuch“ – eine Familiengeschichte aus non-binärer Perspektive. Donat Blum thematisiert in seinen Texten die eigene Suchbewegung zur non-binären Identität. Varina Walenda erzählt ihren Debütroman „Dopamin & Pseudoretten“aus der Perspektive einer non-binären Person. Lydia Meyer ist der Meinung „Die Zukunft ist nicht binär“, und Michael Ebmeyer behauptet in seinem gleichnamigen Essay „Nonbinär ist die Rettung“. „Nicht nur zwei Seiten. Das Non-Binäre in der Literatur“ Feature im Deutschlandfunk Kultur