Monat: Dezember 2024

Wir Schlaflosen

Immer mehr Menschen leiden an und unter Schlafmangel, Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen. In meinem Essay betrachte ich Schlaflosigkeit als Symptom einer Gesellschaft, die sich keine Ruhe gönnt, Grundbedürfnisse ignoriert, natürliche Rhythmen außer Kraft setzt, keine Zeit zum Regenerieren und Träumen mehr findet und dadurch immer mehr ins Taumeln gerät. Digitalisierung und Homeoffice haben den Tag-und-Nacht-Rhythmus endgültig außer Kraft gesetzt. Gereiztheit, Nervosität und Erregbarkeit sind Symptome eines individuellen Schlafmangels, aber auch eines Zustands, in dem sich unsere stets und ständig unter Druck stehende Übermüdungsgesellschaft befindet. „Wir Schlaflosen. Kritik der Übermüdungsgesellschaft“ – soeben erschienen im Carl-Auer-Verlag

Des Volkes Stimme

Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet Volksinitiativen und Bürgerräte als Instrumente zur demokratischen Meinungsfindung. Aber welche Konsequenzen haben beispielsweise die Empfehlungen des ersten vom Bundestag beauftragten Bürgerrates „Ernährung im Wandel“? Werden sie tatsächlich ernst genommen und in politische Vorhaben integriert? Forderungen nach mehr Mitspracherecht werden immer lauter. Möglicherweise sind Bürgerräte und Volksinitiativen gar ein Mittel, der gegenwärtigen Demokratiemüdigkeit entgegen zu wirken.  Feature im Deutschlandfunk Kultur

Trilogie des gegenwärtigen Scheiterns

Für Christoph Peters‘ Roman „Der Sandkasten“ gibt es ein großes Vorbild: „Das Treibhaus“ von Wolfgang Koeppen. Christoph Peters hat den Koeppen-Roman von 1953 als Folie benutzt, um einen Roman über die Zustände im politischen Berlin während der Corona-Pandemie zu schreiben. „Krähen im Park“, dem Folgeroman von Christoph Peters, diente „Tauben im Gras“ von Wolfgang Koeppen als Vorbild. Und „Innerstädtischer Tod“, der neueste Peters-Roman, ist von Koeppens „Der Tod in Rom“ inspiriert worden. So schrieb Christoph Peters, angeregt von Wolfgang Koeppens „Trilogie des Scheiterns“  aus den Anfangsjahren der Bundesrepublik seine „Trilogie des gegenwärtigen Scheiterns“ über das heutige Berlin. Feature im Deutschlandfunk Kultur