Der Bundestag lebt von leidenschaftlichen Debatten, die in der Ära Merkel fehlten. In der Bonner Republik waren Strauß und Wehner berüchtigt für ihren Furor. Berühmt wurde die Grüne Waltraud Schoppe, die offen über Sexismus und eine „fahrlässige“ Penetration im Ehebett sprach. Heute sorgt Robert Habeck mit seinem abwägenden Für und Wider für einen nachdenklichen Ton in der politischen Auseinandersetzung. Gregor Gysi hingegen spricht mit Selbstironie und Intelligenz direkt ins limbische System. „Das ist ein Anschlag auf die Demokratie – Debattenkultur im Bundestag“ Feature im Deutschlandfunk Kultur
Viele Gegenwartsromane werden derzeit für Filmproduktionen adaptiert: Lucy Frickes „Töchter“, Alina Herbings „Niemand ist bei den Kälbern“. Thomas Pletzingers „Bestattung eines Hundes“ diente als Vorlage für die Sky-Serie „Funeral for a dog“. Oft arbeiten die Autorinnen und Autoren an den Drehbüchern mit und erleben, wie sich der eigene Stoff verändert, wenn er in ein anderes Medium transformiert wird. Worin unterscheidet sich das belletristische vom filmischen Erzählen, das stille eigenverantwortliche Schreiben von der Teamwork beim Filmemachen? 
Anders als in der Väterliteratur der siebziger und achtziger Jahre sind die heutigen Bücher über Väter keine Abrechnungen, sondern Annäherungen. Parallelen werden deutlich – Vaterbilder, Vaterrollen, die von Krieg und Nachkriegszeit geprägt wurden, von Wirtschaftswachstum und Wohlstand, egal ob sie mit gesellschaftlichem Aufstieg oder Ausstieg aus der Gesellschaft verbunden sind. 


Auffällig oft kehren Autorinnen und Autoren derzeit zurück an die Orte ihrer Herkunft irgendwo zwischen Friedrichshafen und Flensburg. Manchmal ein wenig wehmütig, selten nostalgisch, niemals sentimental. Es geht ihnen darum, herauszufinden, was sie geprägt hat in der alten BRD, die inzwischen ebenso verschwunden ist wie die DDR. „Damals hinterm Mond – literarische Innenansichten der alten Bundesrepublik“
