Viele Gegenwartsromane werden derzeit für Filmproduktionen adaptiert: Lucy Frickes „Töchter“, Alina Herbings „Niemand ist bei den Kälbern“. Thomas Pletzingers „Bestattung eines Hundes“ diente als Vorlage für die Sky-Serie „Funeral for a dog“. Oft arbeiten die Autorinnen und Autoren an den Drehbüchern mit und erleben, wie sich der eigene Stoff verändert, wenn er in ein anderes Medium transformiert wird. Worin unterscheidet sich das belletristische vom filmischen Erzählen, das stille eigenverantwortliche Schreiben von der Teamwork beim Filmemachen? „Der Sprung auf die große Leinwand“ Feature im Deutschlandfunk Kultur
Kategorie: Radio
Wahlwerbung 2021

Im Kampf um die Kanzlerschaft geht es darum, mit eigenen Stärken zu punkten und den politischen Gegner zu entzaubern. Doch welche Slogans greifen, wer wird wie am wirkungsvollsten inszeniert, wie lässt sich politische Programmatik in griffige Schlagworte gießen? „Die Werbeschlacht um die Wählergunst“ Feature im Deutschlandfunk Kultur
Väter
Anders als in der Väterliteratur der siebziger und achtziger Jahre sind die heutigen Bücher über Väter keine Abrechnungen, sondern Annäherungen. Parallelen werden deutlich – Vaterbilder, Vaterrollen, die von Krieg und Nachkriegszeit geprägt wurden, von Wirtschaftswachstum und Wohlstand, egal ob sie mit gesellschaftlichem Aufstieg oder Ausstieg aus der Gesellschaft verbunden sind. „Annäherung statt Abrechnung – neue Bücher über Väter“ – ein Feature im Deutschlandfunk Kultur
Ost-West-Paare

Foto: Philipp Vogt
Der Anteil von Ost-West-Paaren betrug 2009 laut einer gesamtdeutschen Studie bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften 11 Prozent, bei Ehen knapp 2 Prozent. Am häufigsten leben Ost-West-Paare im Westteil Deutschlands und bestehen aus einem westdeutsch sozialisierten Mann und einer Frau, die aus Ostdeutschland kommt. Eine Folge der starken Binnenmigration der Nachwendezeit. Doch mittlerweile ziehen ebenso viele Menschen von Ost nach West wie umgekehrt. Wie sehen Ost-West-Paare ihre Beziehung und die gesamtdeutsche Entwicklung heute? „In Liebe vereint?“ – ein Feature im Deutschlandfunk Kultur
Antisemitismus heute

Nicht erst seit dem Anschlag von Halle wächst die Sorge jüdischer Menschen in Deutschland. In rechten Netzwerken wird immer hemmungsloser zur Vernichtung von Juden aufgerufen. In der Öffentlichkeit diskutiert man darüber, wie sicher Menschen, die jüdische Symbole tragen, noch auf der Straße sind. Eltern und Lehrer berichten, dass sich die Formulierung „Du Jude!“ inzwischen als Beleidigung auf Schulhöfen etabliert hat. 44 Prozent der in Europa lebenden Juden hätten laut einer Studie vom Dezember 2018 bereits darüber nachgedacht, den Kontinent zu verlassen. „Das schleichende Gift – Antisemitismus in Deutschland“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur
Sitzgefühle

Wie sitzt es sich auf einem Nagelbrett? Oder im Jobcenter? Im Bundestag? Wie hört sich Musik an, die im Sitzen gespielt wird? Und warum sind die Lehnen von Chefsesseln so hoch? Fragen, die in dem SWR-2-Feature „Nehmen Sie Platz – Erkundungen über das Sitzen“ beantwortet werden.
Alte Tante BRD
Auffällig oft kehren Autorinnen und Autoren derzeit zurück an die Orte ihrer Herkunft irgendwo zwischen Friedrichshafen und Flensburg. Manchmal ein wenig wehmütig, selten nostalgisch, niemals sentimental. Es geht ihnen darum, herauszufinden, was sie geprägt hat in der alten BRD, die inzwischen ebenso verschwunden ist wie die DDR. „Damals hinterm Mond – literarische Innenansichten der alten Bundesrepublik“ Feature im Deutschlandfunk Kultur
Expertensache

Quelle Pixabay
Experten sind oft dann gefragt, wenn Politiker Argumentationsstützen benötigen. Weniger geschätzt wird ihre Meinung von Leuten, deren politische Agenda sie mit ihren Analysen infrage stellen. Für den Schweizer Historiker Caspar Hirschi sind die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten sowie der Sieg des „Leave“-Lagers beim Brexit-Referendum Indizien dafür, dass der Traum von einer Wissensgesellschaft wohl vorerst ausgeträumt ist. „Wissenschaftler als Politikberater. Die Rolle des Experten im postfaktischen Zeitalter“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur
Streit um Stella

Dass man Peter Wydens Buch über Stella Goldschlag für einen Roman gehalten hat, liegt möglicherweise an der Anschaulichkeit seiner Sprache und an der Empathie, mit der er Schicksale und Personen beschreibt. Was leistet Takis Würgers Roman „Stella“ hingegen, der sich auf Wydens Buch als Quelle beruft? Wie eindringlich bringt er uns Figuren in ihren Konflikten näher? Gar nicht, heißt es fast einhellig im Feuilleton. Der unterkomplexe Umgang Würgers mit dem historischen Stoff wirft jedoch Fragen auf: Gibt es ästhetische und ethische Anforderungen bei der Auseinandersetzung mit dem Holocaust? Was ist „Holo-Kitsch“, „Second-Hand-Shoah-Literatur“? „Die Schwierigkeiten beim Schreiben über die Shoah“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur
Freud frei

Der ganze Freud jetzt ganz umsonst – nachzuhören in der Argon-Reihe mit dem schön analog anmutenden Titel: Zurückgespult.