Monat: März 2017

Dicht bei der Unterschicht

… ist der Titel eines neuen Songs, den ich gemeinsam mit Dirk Homuth von Almost Charlie in seinem mit allerlei Instrumentarium ausgestatten Heimstudio aufgenommen habe. „Männerkennerin“ heißt ein anderer, für den Dirk neben Ukulele und Bass auch ein wunderschönes altes Harmophon bedient hat. Nachzuhören sind die Stücke auf meiner Myspace-Seite.

Mauerfall

Gut drei Monate ist es alt, das Jubiläumsjahr zum Mauerfall. Und schon hat man genug davon. Dabei sollte man nicht vergessen, dass ein paar sehr schöne Bücher erschienen sind, die durchaus neue Sichtweisen auf die damaligen Ereignisse offenbaren – zum Beispiel Rayk Wielands „Ich schlage vor, dass wir uns küssen“ oder Julia Schochs „Mit der Geschwindigkeit des Sommers“. Differenziertere Erzählweisen treten an die Stelle von Schuldzuweisungen und Täter-Opfer-Schablonen. Eine Auswahl lesenswerter belletristischer Neuerscheinungen zu diesem Thema stelle ich in einem Feature vor, das in der Nacht vom 18. zum 19. April gegen Mitternacht im Deutschlandradio Kultur zu hören sein wird.

Krimi im Dritten Reich

Das Feature „Zwischen Unterhaltung und Propaganda – Der Krimi im Dritten Reich“, das ich gemeinsam mit Carsten Würmann für den Deutschlandfunk geschrieben habe, wird zweimal bei Radio Bremen – Nordwestradio wiederholt (Sonntag 8. März 2009, 9:05 Uhr und Mittwoch 11. März 2009, 19:05) Aus dem Pressetext:
„Perfekte Blüten, Morde, Autobahnräuber, gestohlene Kunstwerke, internationale Schmugglerbanden: Es gibt kaum ein Verbrechen, mit dem die deutsche Polizei im Krimi des Dritten Reiches nicht zu tun hatte. Doch kein Volksgenosse musste um die allgemeine Sicherheit fürchten: In diesen Krimis ermittelt eine erfolgreiche Kriminalpolizei kollegial im Team, mit modernster Technik, untrüglichem Instinkt und scharfem Verstand. Die meisten Väter und Großväter unserer heutigen Ermittler wirken irritierend vertraut. Die Kommissare lösen ihre Fälle mit Umsicht und Routine, ganz so wie unsere heutigen Serienhelden. Das Feature beschreibt, wie das Genre in der NS-Zeit funktionierte: Zur Unterhaltung und mit Propagandaauftrag und nur ganz selten subversiv erzählte der Krimi in Hunderten von Titeln in Millionenauflage, in Filmen und Hörspielen davon, wie Täter im Unrechtsstaat ihre gerechte Strafe erhielten.

Wittenberge

Die Bad Wilsnacker Straße im Süden der Stadt fährt durch das ehemalige Industriegebiet. Zwischen dem geschlossenen Ölwerk und der ehemaligen Nähmaschinenfabrik steht eine unbewohnte Backsteinvilla, deren Fenster teilweise offen stehen und auf die stillgelegte Industrielandschaft am Elbufer starren. An der Eingangstür des Hauses hängt ein handgeschriebenes Schild mit der Aufschrift »Wohnung zu vermieten«. Was wie ein Witz klingt, ist durchaus ernst gemeint. Obwohl die beiden unteren Etagen ungeschützt Witterung und Verfall ausgesetzt sind, ist das Dachgeschoss des Hauses modern saniert und ausgebaut worden. Jetzt wartet es auf einen Mieter …
Mehr über das Leben und überleben in der schrumpfenden Industriestadt Wittenberge am 15. 08. 2008 um 19 Uhr 15 in einem Feature im Deutschlandfunk.