
Honoré Daumier „Le Malade imaginaire“, Quelle: Wikipedia
„Der „eingebildete Kranke“ von Molière, diese Karikatur des egozentrischen, nur mit sich selbst Beschäftigten, die sollte man sich warnend vor Augen führen“, sagt der Künstler, Regisseur und Dramaturg Thomas Höft, „das ist schon eine Gefahr.“ Doch was, wenn man nicht ankommt gegen die Angst, ernsthaft erkrankt zu sein oder (gerade in Zeiten einer Pandemie) krank zu werden? „Leben ist lebensgefährlich – Wir Hypochonder“ – Feature auf SWR2

Anders als in der Väterliteratur der siebziger und achtziger Jahre sind die heutigen Bücher über Väter keine Abrechnungen, sondern Annäherungen. Parallelen werden deutlich – Vaterbilder, Vaterrollen, die von Krieg und Nachkriegszeit geprägt wurden, von Wirtschaftswachstum und Wohlstand, egal ob sie mit gesellschaftlichem Aufstieg oder Ausstieg aus der Gesellschaft verbunden sind. 



Auffällig oft kehren Autorinnen und Autoren derzeit zurück an die Orte ihrer Herkunft irgendwo zwischen Friedrichshafen und Flensburg. Manchmal ein wenig wehmütig, selten nostalgisch, niemals sentimental. Es geht ihnen darum, herauszufinden, was sie geprägt hat in der alten BRD, die inzwischen ebenso verschwunden ist wie die DDR. „Damals hinterm Mond – literarische Innenansichten der alten Bundesrepublik“
