
Immer mehr Menschen leiden an und unter Schlafmangel, Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen. In meinem Essay betrachte ich Schlaflosigkeit als Symptom einer Gesellschaft, die sich keine Ruhe gönnt, Grundbedürfnisse ignoriert, natürliche Rhythmen außer Kraft setzt, keine Zeit zum Regenerieren und Träumen mehr findet und dadurch immer mehr ins Taumeln gerät. Digitalisierung und Homeoffice haben den Tag-und-Nacht-Rhythmus endgültig außer Kraft gesetzt. Gereiztheit, Nervosität und Erregbarkeit sind Symptome eines individuellen Schlafmangels, aber auch eines Zustands, in dem sich unsere stets und ständig unter Druck stehende Übermüdungsgesellschaft befindet. „Wir Schlaflosen. Kritik der Übermüdungsgesellschaft“ – soeben erschienen im Carl-Auer-Verlag