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Streit um Stella

Dass man Peter Wydens Buch über Stella Goldschlag für einen Roman gehalten hat, liegt möglicherweise an der Anschaulichkeit seiner Sprache und an der Empathie, mit der er Schicksale und Personen beschreibt. Was leistet Takis Würgers Roman „Stella“ hingegen, der sich auf Wydens Buch als Quelle beruft? Wie eindringlich bringt er uns Figuren in ihren Konflikten näher? Gar nicht, heißt es fast einhellig im Feuilleton. Der unterkomplexe Umgang Würgers mit dem historischen Stoff wirft jedoch Fragen auf: Gibt es ästhetische und ethische Anforderungen bei der Auseinandersetzung mit dem Holocaust? Was ist „Holo-Kitsch“, „Second-Hand-Shoah-Literatur“? „Die Schwierigkeiten beim Schreiben über die Shoah“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Freud frei

 

Der ganze Freud jetzt ganz umsonst – nachzuhören in der Argon-Reihe mit dem schön analog anmutenden Titel: Zurückgespult.

Geschenkt

Ein Tangentialplattenspielen, eine Louis-Armstrong-LP und ein Mantel – Sachen, die ich geschenkt bekommen habe. Warum die Gabe der Kitt des Sozialen schlechthin ist, warum Dinge, die früher als Sperrmüll entsorgt wurden, heute als „zu verschenken“ auf Ebay-Kleinanzeigen inseriert werden, und warum eine Schenkökonomie gar für ein anderes Zusammenleben von Bedeutung sein könnte, darüber gibt es nun ein Feature im SWR: „Ohne Gegenleistung? Die Kultur des Verschenkens“.

Kluft zwischen Arm und Reich

Wie hilft man denen, denen es schlecht geht in einer Welt, die besser wird? Mit dieser Frage tun sich Politiker derzeit schwer. Nicht umsonst bemühte sich Martin Schulz 2017 vergeblich, seinen Slogan „Zeit für mehr Gerechtigkeit“ mit Inhalten zu füllen. Wer sagt, er wolle mehr Gerechtigkeit, muss auch sagen, für wen – und vor allem, wem er dafür etwas nehmen will. Gerechtigkeitsfragen sind Verteilungsfragen. Mehr Gerechtigkeit für alle wird es nicht geben. „Der Wunsch nach einem gerechteren Deutschland“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Verstörungen

Quelle Pixabay

Nicht erst seit der #MeToo-Bewegung und der Offenbarung von Christian Kracht, er sei als Kind sexuell missbraucht worden, ist das Thema Missbrauch auch in der Literatur angekommen. Josef Haslinger schrieb bereits 1983 in der autobiografisch gefärbten Erzählung „Die plötzlichen Geschenke des Himmels“ darüber, wie die Verletzungen und Verstörungen eines sexuell missbrauchten Kindes im Erwachsenen weiterwirken.  Auch Bodo Kirchhoff hat sich schon mehrfach zu eigenen Missbrauchserfahrungen geäußert. Wie setzen sich Schriftsteller mit sexuellem Missbrauch auseinander? In welchem gesellschaftlichen Kontext finden diese Auseinandersetzungen statt? Verändern die geschilderten Verstörungen den Blick auf das literarische Werk? „Schreiben gegen das Schweigen“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Nach der Reform

Quelle: Pixabay

Warten, kämpfen, klagen. Der Weg auf die Couch kostet psychisch Kranke viel Kraft. Die Reform der Psychotherpaie-Richtlinie sollte das ändern. Doch bis heute gibt es zu wenig Therapeuten – und die Kassen zahlen oft nicht. Durch Ablehnungen von Kostenerstattungen privat praktizierender Therpeuten, die bislang dazu beigetragen haben, die Versorgungslücke ein wenig zu schließen, hat sich die Lage seitdem sogar verschärft. „Mit Depression in der Warteschleife“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Political Correctness

Schnell kann es dieser Tage passieren, dass ein Autor, eine Autorin in Misskredit gerät. Eine Äußerung über die Folgen der unkontrolliertem Einwanderung von 2015, ein Bekenntnis zur Lektüre der Werke Ernst Jüngers, ein islamkritischer Satz – schon steht das öffentliche Ansehen auf dem Spiel, gilt der- oder diejenige als rechts und damit als nicht gesellschaftsfähig. Gibt es ihn tatsächlich, den viel zitierten linksliberalen Meinungsmainstream? Woher kommt diese Gereiztheit auf allen Kanälen? Ist es die Angst vor dem Ende der politischen Korrektheit? Feature im Deutschlandfunk Kultur

Writer’s Block

Warum die Ukulele neben dem Notebook liegt, welcher Satz sich erfolgreich dagegen wehrt, dass ihm ein weiterer folgt, was man in der Autorenschule Schreibhain von Tanja Steinlechner lernen kann und wie die Autoren Matthias Baxmann, Tilman Rammstedt und Michael Ebmeyer mit „Schreibblockaden und anderen Hemmnissen“ umgehen – das alles und noch viel mehr erfährt man in einem Feature auf SWR 2.

Nach dem Mauerfall

Wittenberge – einst Stadt der Nähmaschinen, heute Leerstand. Für die Sendung „Der Traum war Wirklichkeit, aber die Wirklichkeit nicht traumhaft“ habe ich die ehemalige Nähmaschinenfabrik besucht, mit dem Soziologen Heinz Bude, dem Psychotherapeuten Hans-Joachim Maaz und der Schriftstellerin Annett Gröschner gesprochen. Herausgekommen ist ein Blick auf „deutsch-deutsche Geschichte nach ’89“. Feature im Deutschlandfunk Kultur

Deutsch als Fremdsprache

Die Sprache ist der Schlüssel zur Integration, heißt es. Doch wie kann man Menschen zum Spracherwerb motivieren, deren Aufenthaltsstatus und Zukunft ungewiss sind? Wie bringt man Flüchtlingen, die alles verloren haben, Vokabeln und Orthografie bei. Welche kulturellen Brücken sind zu überwinden? Unter den Freiwilligen, die ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen, um Geflüchteten das Ankommen in der hiesigen Gesellschaft zu erleichtern, sind auch professionelle Spracharbeiter, Autorinnen und Autoren wie Christiane Rösinger, Jasna Zajček oder Gregor Hens, die nun in ihren Büchern und Artikeln über ihre Erfahrungen in den Sprachkursen berichten. „Deutschstunde mit Flüchtlingen“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur