Grafit Verlag
Kriminalroman, 219 Seiten
ISBN 978-3-89425-236-6
März 2000

Lebenskünstler Henry Palmer, im Hauptberuf Pizzafahrer in Berlin, nimmt einen Job bei der Detektei Patricia Courtois an. Er soll Alexander Niemeyer, einen Therapeuten, observieren. Abend für Abend sitzt Palmer in dem Fiat Panda der Pizzeria und beobachtet das Haus, in dem Niemeyer wohnt. Und eines Morgens ist Niemeyer tot.

Da ein rot-weiß-grünes Pizzataxi ein nicht gerade unauffälliges Gefährt ist, hat Kommissar Röntsch ziemlich schnell Henry in Verdacht, Niemeyer erschossen zu haben. Henry macht sich auf, um seine Auftraggeberin um Hilfe zu bitten, und muss feststellen, dass es sie nicht gibt. Das Büro ist leer, eine Patricia Courtois den anderen Bewohnern des Hauses nicht bekannt. Und es kommt noch schlimmer: Als Henry, nach Tagen des Versteckspiels mit Röntsch, in seine Wohnung schleicht, wartet dort schon jemand auf ihn — ein Killer, der sich alle Mühe gibt, Henry zu einem sauberen Selbstmord zu verhelfen…

Presse:

Rezension auf Lesertreff.net

Toni Mahoni über „Ganzheitlich sterben“ in der Videocast-Folge „Bücher-Dreiklang“

„Selten wurde man so unterhaltsam mit einem Mord, den Lebensweisheiten eines Nachwuchsdetektivs und einem durchgeknallten Künstler, der in der Zahl „Drei“ das Mysterium des Lebens entdeckt zu haben glaubt, konfrontiert … Gerstenberg versteht es nicht nur, vor dem Leser eine ungewöhnliche Handlung auszubreiten, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt, sondern beschreibt die Berliner Szene mit ihren Originalen, Sonderlingen und schrulligen Charakteren so plastisch, dass man fast geneigt ist, seinen nächsten Urlaub für eine Berliner Städtetour zu opfern. Für Freunde der Serie Noir und Anhänger Chandlers gibt es endlich wieder einen Grund, die paar Seiten vor dem Einschlafen zu einem Lesemarathon auszudehnen. (Empfehlung: Wenn Ihr Chef sich nach Ihrem unausgeschlafenen Zustand erkundigt, geben Sie ihm diesen Roman – er wird es verstehen!)“ City-Trends

„Ein intelligenter, vor Lokalkolorit nur so strotzender, zudem schnörkellos exoterisch verfasster Krimi – mit bisweilen comic-grotesken Zügen.“ TIP Berlin

„Henry Palmer zeigt die Welt als das, was sie manchmal zu sein scheint: Als Kabinett der Kuriositäten.“ Nina Völker, Ruhr Nachrichten

„Der neue Gerstenberg ist da! Nach „Grimm und Lachmund“ (Argument Verlag), einem lustigen Krimi über die „lOST Generation“, erschien nun im Dortmunder Grafit Verlag der zweite Fall von Henry Palmer, jenem ambitionslosen Romantiker ohne Plan … Strategielos stürzt sich Quereinsteiger Henry, der „zu jener stetig wachsenden Randgruppe“ gehört, „an der weder Speditionsunternehmen, noch Hausratsversicherer große Freude“ haben, ins Schlamassel, hinein in einen Sumpf von Immobilienschiebereien, „Masturbationsgruppen für Männer“ und Tarnfirmen wie die „LifeEducation GmbH“, wo „Ganzheitlichkeitsgurus“ mittels einlullendem Selbsthilfegeduze esoterische Sinnsucher und andere Gestrauchelte ausnehmen und gefügig machen … Alles in allem ist das überaus komisch und spannend, mit einem furiosen Finale im Berliner Speckgürtel, und vollgestopft mit reichlich Lokalkolorit. Ein echter Gerstenberg eben. Keine Frage: Kaufen!“ André Dahlmeyer, Junge Welt

„Ein ebenso unkonventioneller wie sympathischer Held, ein klarer Handlungsfaden, der trotzdem Raum für überraschende Wendungen lässt, vor allem aber eine lebendige Sprache, die den Leser fesselt – Ralph Gerstenberg … liefert mit seinem Zweitlingswerk „Ganzheitlich sterben“ ein starkes Stück Krimi-Literatur ab.“ Rhein-Zeitung